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  • Gemüsesorten für den Hobby-Gärtner

    Die richtigen Gemüsesorten für den eigenen Garten finden

    Der vorrangige Zweck jeder Hobby-Gärtnerei besteht aus der Selbstversorgung aus dem eigenen Garten. Die Pflanzen werden nicht im Hauruck-Verfahren in einem gigantischen Treibhaus groß, sondern wachsen im Bauerngarten oder im Schrebergarten mit direkter Sonneneinstrahlung und bester Belüftung heran, was sich ganz entscheidend auf den Geschmack und der Vitamine der einzelnen Gemüsesorten auswirkt.Vier verschiedene Gemüsesorten für den Hobbygärtner

    Zudem kann ein Hobby-Gärtner ganz auf Pestizide und chemische Unkrautvernichtungsmittel verzichten, was der Gesundheit der Familie zugute kommt. Nachstehend sind alle Gemüsesorten unterteilt nach betreffender Pflanzenfamilie näher beschrieben. Die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau hat eine thematisch passende Broschüre zum herunterladen bereitgestellt: Gemüsesorten für den Freizeitgärtner

    Nachtschattengewächse

    Die Kartoffel ist eine der wenigen Pflanzen, von deren Knollen sich ein Mensch ausschließlich ernähren könnte, weil sie alle wichtigen Nährstoffe besitzt. Wie die Kartoffel stammen auch die Tomaten und der Paprika aus Amerika. Dort waren sie ausdauernde Pflanzen. Aufgrund unseres Klimas wachsen sie bei uns jedoch nur einjährig.

    Hülsenfrüchtler

    Erbsen werden in Mark- und in Zuckererbsen unterteilt. Letztgenannte besitzen keine harte Innenhaut, deshalb kann man sie samt Schale essen. Linsen stehen in einem engen verwandtschaftlichen Verhältnis zur Erbse. Bohnen sind gleichfalls Schmetterlingsblütler, die zur Familie der Hülsenfrüchtler zählen. Sowohl Busch-, Stangen- und Feuerbohnen eignen sich zur Ernte mit Schalen, solange sie noch ein frisches Grün besitzen. Reife Bohnen werden dagegen erst nach Trocknung der Schalen gepflückt.

    Doldengewächse

    Zu den Gemüsesorten der Doldengewächse gehören Karotten, Pastinaken, Sellerie, Wurzelpetersilie und der Gemüsefenchel. Bei all diesen Gemüsesorten ist es der unterirdische Teil, der zu Nahrung verarbeitet wird. Im Prinzip handelt es sich um zweijährige Gewächse, die erst im zweiten Jahr Blüten bilden. Deshalb macht ihnen auch unsere winterliche Kälte nichts aus.

    Liliengewächse

    Wie die Bezeichnung schon erahnen lässt, geht es bei dieser Gemüsesorte um Gewächse, die Zwiebeln ausbilden, wie die Speisezwiebeln, Schalotten und der Lauch. Zwiebeln werden zumeist als in Gärtnereien vorgezogenen Steckzwiebeln angepflanzt, das heißt, sie besitzen bereits eine Größe von etwa 1 cm und wachsen nach dem Stecken zu einer großen Speisezwiebel heran. Bei der Samenanzucht dauert die Kultivierungszeit entsprechend länger.

    Gänsefußgewächse

    Die Familie der Gänsefußgewächse, die zur Pflanzenordnung der Nelkenartigen gehört, umfasst Rote Bete, Spinat und den Mangold. Das Typische an ihnen sind die zähen, fast schon lederartigen Blattoberflächen, die viel Feuchtigkeit speichern können.

    Gurkengewächse

    Gurken, Kürbisse, Zucchini und Melonen werden in der Pflanzenfamilie der Gurkengewächse zusammengefasst. Es handelt sich dabei um Kletterpflanzen mit einem sehr schnellen Wachstum. Die Früchte haben einen extrem hohen Wassergehalt, weshalb die Pflanzen auch stets ausgiebig gegossen werden müssen. Zudem sind sie nicht frostresistent.

    Korbblütler

    Aufgrund ihrer Blütenform gehören Salate, Chicorée, Endivie, Schwarzwurzeln, Artischocken und Topinambur zu den Korbblütlern. Salate wachsen besonders zügig heran und eignen sich deshalb ideal als Zwischenkultur.

    Kreuzblütler

    Die Gemüsesorten, die zur Familie der Kreuzblütler zählen, sind wahrscheinlich im Hobby-Garten am häufigsten vertreten.
    • Weißkohl
    • Grünkohl
    • Blumenkohl
    • Rosenkohl
    • Kohlrabi
    • Kresse
    Rettich und Radieschen werden auch noch dazu gerechnet. Auch bei ihnen handelt es sich im Prinzip um zweijährige Pflanzen, die im ersten Lebensjahr Nahrung speichern, um damit im zweiten Jahr Blüten bilden zu können. Blumenkohl und Weißkohl kann man bereits Ende Januar im Treibhaus aussähen, falls man auf eigene Pflanzen zurückgreifen möchte.

    Tipp: Gesunde Gemüsesorten zum selber pflanzen gibt es meist auf den Wochenmärkten in fast jeder größeren Stadt.

    Sonstige Gemüsesorten

    Spargel und Rhabarber entsprechen Pflanzenkategorien, die bisher noch nicht genannt wurden. Sie sind bei den Hobby-Gärtnern deshalb so beliebt, weil sich die Ernte nach einmaliger Anpflanzung über Jahre hinstreckt.