Willkommen bei Landzirkel.de


Das Forum für Land- und Forstwirtschaft, Garten, Brennholz und Kamin


 » Sie haben Fragen zum Thema Garten, Forst- oder Landwirtschaft?

 » Sie haben Probleme mit Land- oder Forstwirtschaftlichen Maschinen?

 » Sie interessieren sich für Brennholz und Kamin, Gemüse oder Blumen?

 » Sie haben Interesse an einer Diskussion mit Gleichgesinnten?


...dann sind sie hier richtig!


Wir werden versuchen, Ihnen bei Ihren Problemen und Fragen zu helfen.



PS: Für registrierte Nutzer ist das Forum werbefrei!

  • Dünger für den Garten: organische oder mineralische Düngerarten?

    Welche Dünger sind die richtigen für den Garten? Organische oder mineralische Düngerarten?

    Damit Pflanzen kräftig wachsen und gute Erträge bringen, brauchen sie ausreichend Nährstoffe. Wenn ein Boden alle Jahre landwirtschaftlich genutzt wird, nehmen seine natürlichen Inhaltsstoffe immer weiter ab. Mit Dünger lassen sie sich wieder ersetzen. Die gängigen Arten werden dabei grob unterschieden zwischen organischer und mineralischer Düngung.

    • Organischer DüngerHornspäne werden oft als organischen Dünger eingesetzt

    Alle Substanzen, die als organische Düngerarten in der Landwirtschaft zum Einsatz kommen, haben einen tierischen oder pflanzlichen Ursprung. Zu ihnen zählen:
    • - Kompost
    • - Gründüngung
    • - Pflanzenjauche
    • - Hornspäne
    • - Mist
    • - Gülle
    • - Guano (Exkremente von Seevögeln)
    • - Knochenmehl
    • - Fischmehl

    Organischer Dünger – Vorteile

    Mit seiner natürlichen Langzeitwirkung gibt ein organischer Dünger seine Nährstoffe nach und nach an den Boden ab. Deshalb kann die Düngung bereits vor bzw. während der Pflanzung erfolgen. Eine Überdüngung ist im Prinzip nicht möglich. Organische Dünger liefern zudem Nahrung für alle Bodenorganismen und der Boden behält sein natürliches Gleichgewicht. Durch die verwesenden Teile im organischen Dünger verbessert sich die Bodenstruktur erheblich. Das Erdreich lockert auf und besitzt anschließend einen hohen Humusanteil, der Wasser gut halten kann.

    Organischer Dünger – Nachteile

    Zum prägnantesten Nachteil der meisten organischen Düngerarten zählt der größere Aufwand. Guter Kompost braucht zudem ausreichend Zeit bis er reift. Dazu kommt das Umsetzen und das Ausbringen auf die Beete. Sowohl Kompost als auch Stalldung sind ziemlich schwer. Mit organischem Dünger lassen sich außerdem nur schwierig ausgewählte Nährstoffe in den Boden bringen. Stickstoff resultiert aus den weicheren Pflanzenteilen, Rasenschnitt und Mist, wogegen Laub, Sägemehl, Holzasche und Stroh Kohlenstoff liefern. Für ein gutes Verhältnis sollte der Kompost deshalb aus verschiedenen Zutaten bestehen.

    • Mineralischer Dünger

    Der bekannteste aller mineralischen Dünger ist das „Blaukorn“. Gewonnen wird diese Düngerart aus Mineralien im Bergbau. Es handelt sich dabei in aller Regel um Salze, die sich in Wasser gut auflösen und Stickstoff, Phosphat, Kalium und zum Teil noch weitere Spurennährstoffe enthalten. Der Fachhandel bietet Kunstdünger in Granulat- oder Pulverform an oder bereits aufgelöst als Flüssigdünger. Mineralischer Dünger wird sehr oft auch als anorganischer Dünger bezeichnet, weil er keinerlei organische Bestandteile aufweist.

    Mineralischer Dünger – Vorteile

    Mineralischer Dünger wird von allen Pflanzen sehr schnell aufgenommen, denn es muss kein Umwandlungsprozess stattfinden. Deshalb lässt er sich auch gezielt einsetzen. Man spricht von Kopfdüngung, weil er auch während des Wachstumsprozesses der Pflanzen zum Einsatz kommen kann. Der Ertrag in der Landwirtschaft mit mineralischer Düngung liegt in der Regel höher. Wenn man mit einem Komposthaufen vergleicht, ist Kunstdünger teurer, dafür kann man ihn schnell beschaffen, rasch und problemlos ausbringen und lange einlagern. Mineralischer Dünger wird in der chemischen Industrie in großen Mengen hergestellt, deshalb ist er im Handel auch in großen Mengen verfügbar.

    Mineralischer Dünger – Nachteile

    Mit Kunstdünger artet die Landwirtschaft immer mehr zu einem Industriezweig aus. Traditionen, wie zum Beispiel die seit alters her überlieferte Dreifelderwirtschaft, gehen verloren. Bei Überdüngung gerät mineralischer Dünger leicht ins Grundwasser. Zudem wird der Boden ausgelaugt, natürliche Bodenorganismen gehen zugrunde und das Erdreich besitzt keinen oder nur noch einen sehr geringen Humusanteil. Durch das schnelle Wachstum der Pflanzen leidet oftmals auch der Geschmack der Lebensmittel.